Herzlich Willkommen auf PVplug.de dem Portal für steckbare Solartechnik1

 

Wer wir sind

Um die dezentrale Energieversorgung weiter voranzutreiben und möglichst viele Menschen vor allem Mieter und Kleingärtner an der Energiewende teilhaben zu lassen, hat die DGS auf der Intersolar 2016 die Arbeitsgruppe PVplug gegründet, bestehend aus Ingenieuren, Wissenschaftlern, Rechtsanwälten, Energiebloggern, Unternehmern, Fachjournalisten und PR-Arbeitern, die ehrenamtlich tätig sind.

Damit Stecker-Solargeräte für Verbraucher so einfach anwendbar werden wie ein durchschnittliches Haushaltsgerät, müssen bürokratische Hürden abgebaut werden. Mit viel Ausdauer haben wir uns in genau die Gremien vorgekämpft, die über die entsprechenden Normen entscheiden.

Die  Neuregelung der Installationsnorm VDE 0100-551

Mit aktiver Unterstützung von 300 Bürger*innen, die sich erstmals an den sonst kaum sichtbaren Prozessen des DKE Normungsverfahrens beteiligten, ist uns 2018 schließlich die Neuregelung der wichtigsten deutschen Elektrotechnik Norm –die VDE 0100-551– für den  Anschluss steckbarer Solartechnik gelungen.

Die Normungsgremien überzeugte hierbei auch die von PVplug eigens dafür erstellte und bisher umfassendste Sicherheitsuntersuchung zu steckbarer Solartechnik, an dem sich auch namenhafte Forschungsinstitute wie das Fraunhofer ISE beteiligten.

PVplug wurde dafür 2018 mit dem PV Magazine Award ausgezeichnet. Die Studie zeigt, dass es in jedem Haushalt mit Sicherungsautomaten ohne Sicherheitsbedenken möglich ist, bis zu 2,6 Ampere (Ca. 630 Wp, entspricht 2 PV-Modulen) mit steckbaren Solargeräten einzuspeisen.

Das Engagement unserer Gruppe wurde 2018 mit den renommierten Georg- Salvamoser-Preis geehrt!

Die Neuregelung der Norm VDE-AR-N 4105

Über 900 Einsprüche im Sommer 2018 führten zu einem weiteren Erfolg der Arbeitsgruppe: die Änderung der Niederspannungsrichtlinie  AR-N-4105, die ein geeignetes Meldeverfahren mit den Netzbetreibern regelt.  Mit der Neuregelung der Norm sind alle Netzbetreiber verpflichtet, auch die Anmeldung von Steckdosen-Solargeräten bis 600 Watt durch Laien statt wie bisher durch einen Elektriker zu akzeptieren. Verabschiedet wurde sie in einem Normierungsverfahren vom Forum Netztechnik/Netzbetrieb im VDE (FNN), das in Deutschland die Regeln für den Netzanschluss von Erzeugungsanlagen erarbeitet. Die Neuregelung trat am 27. April 2019 in Kraft.

Damit haben wir die steckbare Solartechnik aus der rechtlichen Grauzone und in die Norm gehoben. Damit haben wir bereits einiges auf dem Weg zu mehr Energie in Bürgerhand erreicht, doch noch nicht alle Ziele sind umgesetzt!

Das Potential ist riesig, die Anwendung denkbar einfach:

Mit den geänderten Normen und den gesetzten Sicherheitsstandards für Stecker-Solargeräte wird vor allem für Mieter und Wohnungseigentümer, die außer ihrem Balkon keine eigenen Flächen haben bzw. für Kleingärtner die Energiewende leichter umsetzbar. Neben der CO2 neutralen Stromgewinnung ist dies auch wichtig für die Akzeptanz der Energiewende.

Ein bis zwei Photovoltaik-Module können mit einem Wechselrichter über einen Schukostecker direkt an das häusliche Stromnetz angeschlossen werden. Damit kann jeder Haushalt ca. 10 % seines Stroms für 8 ct/kwh selbst produzieren. In den nächsten Jahren könnten dadurch 1-2 Gigawatt dezentrale regenerative Erzeugungskapazitäten ohne Netzausbau in Deutschland angeschlossen werden, weltweit wären sogar 90 Gigawatt möglich.

 

Aktiv werden

Daher ruft die DGS Sie dazu auf Ihre Stromversorgung im Rahmen Ihrer Möglichkeiten selbst in die Hand zu nehmen. Am einfachsten geht das mit dem Anschluss eines Solar-Gerätes nach DGS Standard. Damit entlasten Sie nicht nur Ihren Geldbeutel sondern beschleunigen auch den unvermeidlichen Wandel zu einer nachhaltigen Energieversorgung!

Wir unterstützen Menschen bei der Anmeldung ihres Balkonmoduls beim Netzbetreiber und bieten ein umfangreiches Informationsportal zum Thema. Die DGS hat ein mit der neuen Norm konformes Meldeformular entwickelt, das HIER heruntergeladen werden kann.

Diese Ziele verfolgen wir

  • EU-Regeln anerkennen: Es könnte doch so einfach sein, wie es die EU fordert und es uns unsere Nachbarn vormachen: Die Niederlande haben eine Bagatellgrenze von 500W/2,25A für die Einspeisung von PV-Strom in Endstromkreise erprobt. 200.000 Niederländer haben sich selbst kleine Anlagen installiert, ohne dass es zu Zwischenfällen gekommen ist. Auch in Luxemburg (800 W), Österreich (600 VA), in der Schweiz (600W/2,6A) und in Portugal (200W) gibt es solche vereinfachten Regelungen für die Einspeisung aus kleinen dezentralen Anlagen.
  • Keine Meldepflichten für Anlagen bis 800 Watt gemäß EU Netzkodex 2016/631
  • Eine rationale Risikowahrnehmung wie in der Schweiz, den Niederlanden und Österreich, um auch hierzulande die Möglichkeit zu bieten, sichere Solar-Geräte ohne zusätzlichen Aufwand in Betrieb nehmen zu können
  • Ein klares Bekenntnis der Netzbetreiber und der Politik zur dezentralen Stromerzeugung und zum Abbau bestehender normativer Hürden für Bürger, die regenerative Stromerzeugungseinrichtungen betreiben (Prosumer)

Wie Sie das am einfachsten Umsetzen, erfahren Sie in unseren FAQ. Welche Geräte Sie dafür nutzen können, haben wir in unserer Marktübersicht zusammengetragen. Eine ausführliche Begründung unserer Forderungen finden Sie in unserem Positionspapier.

  1. Die Geräte werden unter zahlreichen zum Teil eher irreführenden Bezeichnungen beschrieben, wie Mini Solar Anlage, micro Solar Anlage, plug in Solar Anlage, mini Solar Generator, plug in Solar Gerät, plugin PV Anlage, plug in Solar Generator, mikro Solar Generator, plug in PV Gerät, micro Solar Modul, Balkon-Solaranlage, Guerilla-PV oder Balkonmodul. Aus fachlicher Sicht plädieren wir für die Bezeichnungen Stecker-Solar-Geräte, Steckersolar oder Balkonmodul, da es sich nicht um eine fest installierte „Anlage“ nach dem üblichen Verständnis handelt, sondern eher ein Strom erzeugendes Haushaltsgerät. Deshalb auch die Notwendigkeit zu vereinfachten Regelungen.